ANTHEM im Test (PS4)

Man sollte meinen das ein Spiel aus dem Hause Bioware überraschend, einprägsam und einfach Spaß macht. Schließlich stammen aus dessen Hause Dragon Age, Mass Effect und Baldur’s Gate. Doch leider hat uns der neueste Streich Anthem eher enttäuscht, als begeistert.

In Anthem schlüpft der Spieler in die Rolle eines “Weltraumkriegers”. Unsere Geschichte beginnt damit, dass wir mitten in einer Schlacht stehen. Die Welt von Bastion droht durch das Anthem of Creation zerstört zu werden. Doch unsere Flugsysteme geben den Geist auf und wir müssen auf gehen und springen zurückgreifen. Währenddessen wird unser Team von einer Armee Titanen zerstört. Gerade noch rechtzeitig, nach Ende des Tutorials, funktionieren unsere Triebwerke wieder

Diese beginnt damit, das wir uns einen der vier Kampfanzüge aussuchen. Jeder hat seine eigenen Stärken. So ist Interceptor perfekt für den Nahkampf, da er zudem sehr wendig ist. Oder Colossus, zwar schwerfällig aber dick gepanzert.
Unser Hauptquartier ist das Fort Tarsis. Auch wenn wir uns nur recht schwerfällig bewegen, die Animation mit der wir mit unseren Gesprächspartner sprechen ist doch sehr erwähnenswert. Die bereits bekannte Andromeda wurde weiterentwickelt und alles wirkt sehr natürlich. Nur die verkrampfte Haltung der Figuren wirkt etwas seltsam. Bewegungen findet man allerdings so gut wie keine. Die Figuren stehen fest am Platz und geben kaum Gestik wieder.

Missionen gibt es überall und es braucht dazu nicht viel. Schnell ins Fahrzeug gesetzt schon fliegt der Spieler über die Dschungelweiten. Leider überhitzen die Fahrzeuge schnell und dann wird Wasser dringend benötigt. Daher fliegt man am besten durch einen Wasserfall. Allgemein hat man das Gefühl ständig auf der Suche nach Wasser zu sein. Spaß macht das Fliegen aber dennoch.

Klar, Anthem ist ein Shooter, daher ballert der Spieler alles, ab was im Weg ist. Zum Schluss sammelt er den Loot, fertig. Da macht es auch keinen Unterschied, dass er die Möglichkeit hat, mit Eis, Blitzen oder einfachen Gewehrkugeln auf die Gegner zu zielen. Zumal diese einfach nur dämlich und nicht sonderlich clever sind. Es wird auch dadurch nicht besser, das die Waffen ziemlich ungenau schießen. Hierbei wäre es dann doch schön gewesen einen Talentbaum zu haben. Gibt es aber leider nicht.

Im Laufe des Spiels fragt man sich mehrmals “Ist es etwa doch ein Rollenspiel?”. Zumal Bioware dafür bekannt ist Rollenspiele zu entwickeln. Ein paar Elemente zeigen jedoch genau darauf hin. So gibt es bei Gesprächen mit NPCs zwei Auswahlmöglichkeiten wie schnippisch oder einfühlsam. Beides bringt aber nichts. Warum dann die Wahl? Die Story ist eigentlich auch alles andere als packend. Zumal wir immer wieder die gleichen monotonen Missionen erfüllen müssen und ständig in der Story unterbrochen wurden.

Das Einzige, was uns wahrlich begeistert hat, ist die Grafik. Regenwald, steile Klippen sehen fantastisch aus. Aber abwechslungsreich ist was anders. Ein Mängel: Die langen Ladenzeiten zu unnützen Zeiten. Besonders, wenn man auf ein Gruppenmitglied warten muss.

Fazit

Es gibt eindeutig bessere Shooter und Bioware solle sich wieder auf die Rollenspiele konzentrieren. Grafik ist zwar gut, aber das Gameplay auf Dauer langweilig. Es bietet absolut keine Abwechslung und die Story kommt irgendwie auch nicht voran.

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